Uncharted: Drakes Schicksal

PSGM - Review


So langsam kommt auf Sonys Flagschiff die Spielewelle ins rollen.Während es mit dem Spielenachschub in der Mitte des Jahres 2007 noch etwas stockte, kann sich nun ein jeder PS3-Besitzer in viele verschiedene Abenteuer stürzen. Lohnt es sich bei Uncharted in ein Abenteuer einzusteigen?

Nach einigen kurzweiligen Auftritten von Jak & Daxter auf den Playstation-Vorgängern und der PSP versucht das Sony-Exklusive Entwicklerteam Naughty Dog in einem anderen Genre Fuß zu fassen. Mit Uncharted ist dies auf jeden Fall gelungen.

Viel Action, ein bisschen Klettern

Gleich am Anfang geht es auch schon richtig zur Sache. Nathan Drake, der inoffizielle Nachfahre des Sir Francis Drake ,entdeckt in Begleitung von der attraktiven Reporterin Elena Fisher, die von den Sponsoren Drakes geschickt wurde das Grab seines Vorfahren, in dem er eine Schatzkarte findet. Doch auf einmal tauchen Neu-Zeit Piraten auf und man wird mit der sehr eingängigen, genauen Steuerung bekannt gemacht. Mit der Kreis-Taste lehnt man sich an Gegenstände an,um dann mit der L1-Taste hervorzulugen und in feinster Action-Manier seine Feinde in Jenseits zu befördern. Die Steuerung geht erfreulich leicht von der Hand und geht innerhalb von Minuten in Fleisch und Blut über.

Aber Drakes Schicksal besteht nicht nur aus Bleigefechten. Die Entwickler bauten auch viele Klettereinlagen ein. Diese funtionieren wie die Kämpfe intuitiv. Allerdings sieht man nicht immer gleich wo man denn hinspringen muss. So gesellt sich ab und zu das Trial & Error-Prinzip hinzu, das aber durch die zahlreichen Rücksetzpunkte nicht so schlimm ausfällt. Insgesamt lockern die Klettereinlagen die Beigefechte,die in der Überzahl sind, angenehm auf und sorgen in grafischer Hinsicht durch die gute Kamerapoition für so manchen Wow-Effekt.

Insgesamt spielt Uncharted grafisch in der ersten Liga der Next-Gen Spiele und muss sich vor keinem anderen aktuellen Spiel verstecken. Sehr beeindruckend ist vor allem die Mimik der Charaktere in den liebevoll gestalteten Zwischensequenzen und die schon fast verschwenderische Liebe zum Detail, wie z.B. ein Blendeffekt wenn Nathan aus einer dunklen Höhle in Tageslicht kommt, wie sein Shirt nach einer kurzen Schwimmeinlage im Licht schimmert und die Schärfe der Texturen.
Auch beim Hörbaren überzeugt Naughty Dog:
Der Sound ist gut an die verschiedenen Spielsituationen angepasst,so bemerkt man kurz vor seinem (Beinahe-) Ableben seinen Herzschlag oder wenn eine Granate in Nathans Nähe hochgeht,hört man eine Weile nichts.
Von Trommeln bis zu Rasseln man bekommt fast alle Musikinstrumente des Südamerikanischen Kontinents zu hören.

Lineare Dschungellandschaft

Spielerisch ist Uncharted gelungen, aber es ist mir kein extrem besonders interessantes Gameplay-Element aufgefallen. Klar, die Bleigefechte sind durchgehend spannend und die Klettereinlagen lockern das Ganze auf, aber bei einem solchen Setting wären Rätsel angebracht gewesen. Auch muss man durchgehend linear vorgehen, was in einer solch großen Dschungelumgebung durchaus interessant geworden wäre. Insofern ist Drakes Schicksal
ein kurzweiliges,wenn auch etwas oberflächliches Action-Adventure in einer grafisch sowie soundtechnisch bravourösen Hülle.

Fazit:

Uncharted: Drakes Schicksal ist wie ein Hollywood-Blockbuster: Grafisch sowie soundtechnisch umwerfend, aber wenn man einen Blick hinter die Fassade wirft, fällt einem Mangel an Tiefgang auf, den dieses Spiel gebraucht hätte, um mich vollends zu überzeugen. Wenn man ein Action-Spiel mit Klettereinlagen in einer umwerfenden Dschungellandschaft entwirft, sollten doch bitte nächstes Mal etwas mehr Rätsel und etwas mehr Mut zur Originalität dabei sein. Aber nichtsdestotrotz kommt Uncharted einfach cool rüber, wenn man sich in letzter Sekunde mit einem Hechtsprung mit anschließender Rolle gerade noch so vor einer Granate rettet, sich an eine Säule anlehnt und im 10 Sekunden-Takt Headshots verteilt. So ist es vor allem die Inszenierung des Schicksals von Drake (von welchem auch immer), die das Spiel von den anderen abhebt und zu einem, wenn auch kurzen Adrenalinrausch macht.

 

Wertung:

 

Grafik:                            9/10

Sound:                           9/10

Steuerung:                     9/10

Umfang:                         6/10

Online:                            -/10

 

GESAMT:                       9.0/10

 

 

 

Drake beherrscht einige Nahkampfmanöver Drake beherrscht einige Nahkampfmanöver


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